OPTERRA Wössingen GmbH präsentiert Emissionsbericht 2024 im Walzbachtaler Gemeinderat
Krise der Baubranche auch im Emissionsbericht erkennbar.
In einer öffentlichen Sitzung präsentierten wir dem Walzbachtaler Gemeinderat und interessierten Anwohnern den Emissionsbericht 2024. Geschäftsführer Rade Bučevac und Jörg Heimburg, Manager für Nachhaltigkeit und strategische Projekte, gaben detailliert Auskunft über Ofenlaufzeit, Ersatzbrennstoffrate und Emissionen des letzten Jahres. Deutlich wurde dabei, dass die Baukrise der letzten Jahre sich auch direkt in den Daten des Emissionsberichts zeigt: Aufgrund der geringeren Nachfrage war die Betriebszeit des Ofens deutlich niedriger als im Vorjahr. Erfreulich ist, dass die Ersatzbrennstoffrate, ein wichtiger Baustein zur Reduzierung des CO₂-Ausstoßes des Wössinger Zementwerks, trotzdem weiter erhöht werden konnte.
Insgesamt konnten wir eine positive Bilanz ziehen: Die Tagesmittelwerte wurden zu 100 % eingehalten, trotz herausfordernder Prozessbedingungen durch die häufigeren Stillstände und geringere Betriebszeit des Ofens. Hintergrund ist, dass der Betrieb des Ofens auf 24/7, also durchgängigen Betrieb, ausgelegt ist. Wird der Ofen nach einem Stopp wieder in Betrieb genommen, ist prozessbedingt das Risiko höher als im laufenden Normalbetrieb, dass Grenzwerte überschritten werden können. Die Einzelheiten des Berichts werden in einer der nächsten Ausgaben des Amtsblatts veröffentlicht.
Im weiteren Verlauf der Sitzung beantworteten wir die Fragen aus dem Gemeinderat zu den Themen CO₂-Ausstoß und Klimakonzept, Lärm- und Staubemissionen aus Anwohnerperspektive, Wasserverbrauch, Stand der Renaturierung des Steinbruchs Böhnlich und Erweiterung des Steinbruchs Lugenberg.
Maßnahmen und Ausmaß der CO₂-Minderung sind sowohl von innovativen Entwicklungen der Abscheidetechnologien wie auch von der noch zu schaffenden Infrastruktur und den gesetzlichen Bestimmungen vorgegeben. Erste vielversprechende Pilotprojekte mit Abscheidungsanlagen sind bereits in Europa in Betrieb.
Zur dauerhaften Reduzierung der Staub- und Lärmemissionen sind Investitionen in Anlagen und bauliche Maßnahmen für nächstes Jahr bereits fest eingeplant.
Bezüglich Renaturierung des Steinbruchs Böhnlich und Erweiterung des Steinbruchs Lugenberg entstehen aktuell neue Konzepte: Parallel zur Erweiterungsgenehmigung wird ein aktualisiertes Renaturierungskonzept vorgelegt. Planungsbüros und Behörden sind bereits involviert. Auch die Planung für einen neuen Steinbruch laufen weiter. Die Probebohrungen von 2023 erzielten keine eindeutigen Ergebnisse, so dass nun untersucht wird, welche anderen Gebiete für Probebohrungen in Frage kommen können. Dies geschieht in enger Abstimmung mit der Gemeinde Walzbachtal.
